2025:
Gunzenhausen M11



Künstlergruppe Kunst-O-nauten stellt bis 13. April im M 11 in Gunzenhausen aus

Vorsitzender Klaus Seeger interviewte Gerhard Postler und die beteiligten Künstler im M11. Links die Sängerin und Gitarristin Chantal Fatale aus dem württembergischen Schorndorf, die die Vernissage musikalisch begleitete. Foto: Falk
„Augen-Blicke“ sind es, die von der regionalen Künstlergruppe „KUNST-O-NAUTEN“ in den nächsten Wochen gezeigt werden. So unterschiedlich die Künstler, so unterschiedlich sind die Kunstwerke. Von abstrakt bis realistisch reicht die Bandbreite der Arbeiten. Das ergibt eine interessante Mischung, zumal viele unterschiedliche Techniken um Einsatz kommen: Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage, Skulptur, Textiles und Objekt.
Vorsitzender Klaus Seeger vom Kunstforum Fränkisches Seenland stellte die Akteure vor und sie selbst äußerten sich zu ihren Arbeiten und zu ihrem künstlerischen Selbstverständnis. Tina Bönsch, Gerhard Engerer und Bärbel Langowski-Tafferner aus Dinkelsbühl, Heli Feuchtenberger aus Treuchtlingen, Willi Halbritter aus Ellingen, Margot Krug aus Gunzenhausen und Gerhard Postler aus Gunzenhausen haben einen ausrangierten Zigarettenautomaten mit kleinen, aber feinen Kunstwerken bestückt. Es geht ihnen um Kunst zum Mitnehmen – spontan und unkompliziert, um „Kunst in der Schachtel“ eben. Der erste Automat hängt im Spitalhof in Dinkelsbühl und erfreut sich – so Klaus Seeger – größter Beliebtheit. Wer fünf Euro „einwirft“, der bekommt eine künstlerisch gestaltete Zigarettenschachtel mit einem Minibild sowie einer Vita von einem der Künstlerinnen und Künstler.
Den musikalischen Part hatte anlässlich der Vernissage in Anwesenheit vieler Kunstfreunde aus der Region die Sängerin Chantal Fatale übernommen. Die Liedermacherin besingt nach spontanen Eingaben das Leben im Allgemeinen und im Besonderen. Es sind meist kuriose Begebenheiten, die ihr spontan in den Sinn kommen.
Im M 11 (am Marktplatz 11 in Gunzenhausen) sind die Kunstwerke natürlich viel größer als eine Zigarettenschachtel. Sie können bis 13. April jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr besucht werden.
2022:
Heroldsbach
2018:
Weißenburg KunstSchranne

Die KUNST-O-NAUTEN sind gelandet.
Noch während der Botschafter der Kunst-O-Nauten zu Beginn der Vernissage in der KunstSchranne via Videobotschaft versuchte den Irrsinn dieser Welt zu erklären, wurde die Verbindung plötzlich durch einen hörbaren militärischen Angriff unterbrochen – nur noch weißes Grießeln war zu sehen…
Schon im Eingangsbereich sieht man sie: rot leuchtende Objekte, die nicht eindeutig zu definieren sind. Heli Alberti, der Feuchtenberger, sieht seine Kreationen als mystische Darstellung von Energien.
In vielfacher Form macht der Treuchtlinger Künstler Energie in Bildern und Objekten sichtbar. Auf seinen rot-schwarzen Acrylbildern kann man sie vielfältig erkennen: ein Inferno mit vulkanischen Eruptionen, blitzartigen Entladungen von explosiver Kraft.
Kräfte, die zerstören und aufbauen, die gefährlich oder auch nutzbringend sein können. Den Menschen erkennt man kaum, er wirkt unscheinbar, klein und eingeschlossen. Hilflos ist er diesen Mächten ausgeliefert, die er doch oft selbst entfesselt hat.
Da schwebt er nun, schwerelos im All und nicht ganz losgelöst; nur mit einem Kabel verbunden, der einsame Astronaut. Das fotorealistische Gemälde von Brigitte Zimmerer ist ein echter Hingucker. Ihr gelingt es den Energieaufwand ihrer Protagonisten eindrucksvoll darzustellen: Rugby- und Fußballspieler zeigen mit vollem Körpereinsatz, welche Kräfte in ihnen stecken. Gegenüber stellt die Künstlerin noch gewaltigere Kräfte dar: ihre Interpretationen von im Chaos entstehenden Sternen, explodierenden Galaxien, Sternen- und Spiralnebel.
Auch Gerhard Postler betitelt so einige seiner Werke. Beide hatten sich hier zusammengetan und das Thema Weltall bearbeitet. Wahre Farbexplosionen sind zu sehen, diese leuchtenden Farbvariationen scheinen sich zu verschlingen, auseinander zu driften und zu implodieren – entstehen so die Schwarzen Löcher? Gegenüber ist sein Menschenbild zu sehen, versteckt im farbigen Umfeld steht das Individuum nicht mehr als Einzelperson, sondern als Gruppe, wir alle gehören zusammen und müssen uns dem Leben stellen, ist die Botschaft des Gunzenhausener Künstlers.
In den Arbeiten von Angelika Wolf wirken ganz andere Energien, hier geht es um Stille und Harmonie. Oft Ton in Ton gemalt, gelingt es der Künstlerin Landschaften, die in den Himmel wachsen, auf die Leinwände mit Acryl zu malen. Sie zerteilt sie in Farbfelder und so entstehen viele abstrakte Formen, die Platz für eigene Interpretationen und Deutungen zulassen.
Bärbel Langowsky-Tafferner arbeitet ebenfalls mit harmonischen Farbgebungen, auch sie bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Dazu benutzt sie verschiedene Montagematerialien, unter anderem Papier und Faden. Die Farben sind fein und zart in Flächen und Linien auf die Collagen gesetzt, flüchtig und vergänglich, schattenartig reisen die Figuren durch ihre Zwischenwelten.
Vergänglichkeit ist auch das Thema von Sabine Nollek. Fotografie, Druck und Materialcollage sind die Medien, die sie als Basis für ihre künstlerische Auseinandersetzung braucht. Mit Überlagerungen von Bildelementen lässt sie neue Gestaltungsebenen entstehen, was überaus interessant und spannend wirkt.
Ganz ruhig wird es bei Elisabeth Arnold, die mit ihren Mandalas in den Bereich der Meditation eindringt. Energie auf einem niedrigen Level. Dies ist ihre eine Seite, die andere ist sehr experimentierfreudig: Abflussrohre werden als galaktische Weltraumbabies interpretiert, Katzen ins All gebeamt und weibliche Akte lässt sie zu den Sternen tanzen.
Eine energetisch aufbereitete Ausstellung der KUNST-O-NAUTEN, hier darf Energie fließen – und sie fließt reichlich in viele Richtungen.
KunstSchranne Weißenburg
Ausstellungsdauer bis Pfingstsamstag – Pfingstmontag, 21. Mai 2018.
Öffnungszeiten 11:00 – 17:00 Uhr.
2012:



















































































































































